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Leder, Olivenöl & Glaskunst

Unser Routenvorschlag in der Inselmitte


Barrats 1890 Calzados & Piel
Munper Piel-Lederfabrik
Celler C'an Amer
S'Oliera de Son Catiu- Olivenöl
Es Parc - Restaurante
Coves de Campanet
Menestralia de Campanet - Glass Manufacturer

Start und Ziel ist Inca

Wir beginnen in Inca, von hier aus können Sie nahezu sternförmig unsere Ausflugs- und Shoppingtipps erreichen. Die Schuh- und Lederstadt der Insel kann auf eine lange Tradition zurückblicken und wurde schon von den Römern 123 v.Chr. gegründet. 1900 erhielt der Ort Stadtrechte und verzeichnet heute samt umliegender Dörfer circa 29.000 Einwohner. Man begann schon im 13. Jahrhundert Leder zu bearbeiten, 1458 machte sich die Schusterzunft in Inca selbständig und gab sich eigene Satzungen. Im 16. Jahrhundert teilten sich die sogenannten "sabaters" auf: Die einen fertigten ausschließlich grobes Schuhwerk, also Arbeitsschuhe, die zweite Gruppe widmete sich den Schuhen für den feineren Herrn, und die Dritten kümmerten sich um Damenfüße. Einen großen geschäftlichen Sprung machte das Handwerk, als Mitte des 19. Jahrhunderts Antonio Fluxà den Anstoß zur ersten Schuhfabrik gab und das Exportgeschäft startete. Vor allem Auswanderer in Übersee freuten sich über ein Stück Heimat. Diesem Pionier wurde übrigens in Llucmajor ein Denkmal gesetzt.

Natürlich erweiterten die Firmen Ihr Lederangebot schon bald um Lederbekleidung und Accessoires wie Gürtel, Handschuhe und Taschen. In Inca gehört beispielsweise die schon 1877 gegründete Firma x2240 zu den Top-Namen. Es lohnt sich ein Besuch der Fabrik und des Outlet-Stores mit vielen interessanten Angeboten. Kennzeichen ist die stilisierte Lotusblüte unter der Sohle. Auch die Traditionsmarke Barrats 1890 Calzados & Piel hat hier ihre Zentrale (gleich am Ortseingang). Garant für beste Lederqualität, erstklassige Verarbeitung und modisches Schuhdesign. Eine Filiale findet man in Palma in der luxuriösen Einkaufsstraße Jaime III. Eher auf Lederbekleidung hat man sich bei Munper Piel-Lederfabrik (an Incas Hauptstraße gelegen) spezialisiert. Eine große Ausstellung mit trendigen Lederwaren erwartet den Interessenten dort. Noch günstiger wird es für den Lederfreund, wenn er direkt zur Fertigungsstätte von Munper nach Campanet fährt. Dort kann man in x8651 den Vorteil von Fabrikpreisen genießen.

Genug geshoppt, der Magen meldet sich. In Incas Stadtmitte sollten Sie es nicht versäumen, eines der traditionsreichsten und bekanntesten Restaurants der Insel zu besuchen, den Celler C'an Amer, beheimatet in einem über 400 Jahre alten Gebäude. Früher war auch Inca ein großes Weingebiet, aus jener Zeit stammen die sogenannten "cellers", im Souterrain gelegene Weinlager, in denen der Wein kühl lagern konnte. Riesige Fässer schmücken bis heute auch das Can Amer, vor über 50 Jahren begründet von Juan Torrens und seiner Frau Antonia Cantallops. Mittlerweile hat der Sohn Tomeu Torrens das Herdzepter übernommen und vieles ein wenig modernisiert . Einige Klassiker sind geblieben, die Optik auch, trotzdem weht ein frischer Wind aus der Küche. Gesättigt und gestärkt können Sie Ihren Wagen wieder aus dem Parkhaus holen, das direkt neben dem Restaurant unter der neuen modernen Markthalle liegt. Sie ist übrigens auf Grund ihrer Glas-Holz-Beton-Konstruktion architektonisch sehenswert, aber nur vormittags geöffnet.

Interessieren Sie sich für die Kombination Kloster und Ausblick, dann fahren Sie Richtung Nordosten auf den sechs Kilometer entfernten, 304 m hohen Puig de Inca zur Ermita Santa Magdalena, die schon im 13. Jahrhundert erbaut wurde.

Anschließend unternehmen Sie einen kleinen Abstecher in den Südosten Richtung Llubí. Bei Kilometer 3,8 kommen Sie zur modernen Olivenöl-Fabrik S'Oliera de Son Catiu- Olivenöl. Hier wird nicht nur das D.O.-Olivenöl Son Catiu gepresst, auch viele andere Ölfirmen lassen hier ihre Oliven in den modernen Anlagen verarbeiten. Ein empfehlenswerter Einkaufsstop auch für Gourmets, denn der integrierte Shop bietet nicht nur das hochwertige hauseigene Olivenöl, sondern auch andere typische mallorquinische Produkte wie Honig, Salz, Oliven, Wein, Marmeladen, Sobrassada-Wurst, Käse oder die für diese Gegend so typischen eingelegten großen Kapern. Nebenan im Restaurant serviert man u.a. das berühmte Pa amb oli.

Viel Interessantes gibt es auch im Norden von Inca. Sie nehmen die Landstraße nach Selva, einem kleinen Dorf am Rand des Tramuntana-Gebirges. Im Juni findet dort eine Kräutermesse statt, und auch die breite Freitreppe hinauf zur Kirche ist von duftenden Lavendel- und Rosmarin-Sträuchern eingerahmt. Direkt hinter der Kirche kommen Sie zum modern gestalteten Es Parc - Restaurante mit seiner großzügigen Aussichtsterrasse und z.B. leckerem Fleisch vom Grill. Übrigens haben sich in den Wäldern von Selva vom 15. bis 18. Jahrhundert räuberische Banden aufgehalten, die "bandolers". Von dort aus unternahmen sie ihre Raubzüge. Die Straße führt Sie weiter zum Kloster Lluc, der berühmten Wallfahrtsstätte mit Knabenchor (Gesang „Salve Regina“: 11.45 Uhr und 16.45 Uhr) und schwarzer Madonna. Es liegt ca. 14 km nördlich von Selva im Gebirge. Über die Westküstenstraße C-710 gelangen Sie nach kurzer Zeit auch zu den beiden großen Stauseen Gorg Blau und Gorg Cúber. Mutige nehmen vorher die Abzweigung zum Torrent de Pareis hinunter an die Bucht von Sa Calobra. Die spektakuläre, schmale, 12km lange Serpentinenstraße, gebaut 1932 vom Italiener Antonio Paretti, erfordert höchste Aufmerksamkeit vom Fahrer – nicht zuletzt auch auf Grund der entgegenkommenden Busse, PKW und Radfahrer. Unten angekommen unternehmen Sie einen Spaziergang zum Ende der Schlucht, der Sie u.a. auch durch einen niedrigen Tunnel führt. Dahinter erwartet Sie das faszinierende Ende des Torrent de Pareis, gekrönt durch einen Steinstrand, klarstes Wasser und die Möglichkeit eines Badestopps.

Zurück fahren Sie über kleine Straßen durch Caimari, Selva und Moscari hinüber nach Campanet, dort erwarten Sie in einem zauberhaften Tal die 3.200qm großen Coves de Campanet. Sie sind über 400m lang, liegen in 50m Tiefe und bieten Stalaktiten, Stalagmiten, spektakuläre Grotten und eine unterirdische Seenlandschaft. Vergessen Sie auch im heißesten Sommer nicht eine Jacke oder Pullover, denn in den Höhlen herrschen kühle Temperaturen.

Nur wenige Minuten von den Jahrtausende alten Höhlen entfernt, trifft man auf die Menestralia de Campanet - Glass Manufacturer, wo Glaskünstler auf höchstem Niveau am Werk sind. Sie können dabei den Arbeitern über die Schulter schauen. Im angeschlossenen Shop finden Sie schöne mundgeblasene Souvenirs und Dekorationsartikel. Wenn der Magen knurrt, warten mallorquinische Spezialitäten auf Sie im dazugehörigen Restaurant. Über die Autobahn erreichen Sie schon nach wenigen Minuten wieder Inca.

Wochenmärkte am Vormittag:

Dienstag: Campanet, Llubí; Mittwoch: Selva; Donnerstag und Sonntag: Inca