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Der Norden/Nordosten – Geballte Ladung

Unsere Routenpartner in der Norden und Nordosten:

Aloe Vera Farm Mallorca
Ca'n Sion Restaurante
Cuevas de Artà
Domus Art
Galería Frank Krüger
Miramar - Restaurante
Moyà Vinoteca - Licores

Start: Alcùdia. Ziel: Cala Ratjada.

Eine wirklich geballte Ladung außerordentlicher Schätze der Insel sowie Strände & Promenaden unterschiedlichster Art hält die Route durch den Norden und Nordosten parat.

Genau so ein Schatz feuert den Startschuss dieser Tour ab: Die von hohen Mauern umschlossene historische Altstadt von Alcúdia. Kaum ist das gut erhaltene westliche Stadttor – die Porta de Sant Sebastià – durchschritten, verströmen die kleinen engen Gassen mittelalterliches Flair und eine Zeitreise in die Vergangenheit unter freiem Himmel beginnt.

Doch auch das in einem Stadthaus aus dem 13. Jahrhundert untergebrachte Museu Monográfico de Pollentia lässt die römische Periode Mallorcas wieder lebendig werden. Es bezeugt mit eindrucksvollen Fundstücken die Historie der ältesten Stadt der Insel, die schon 123 v. Chr. als “Pollentia” von den Römern gegründet wurde. Selbst eingefleischte Strandfans erliegen dem Zauber der Altstadt und können kaum glauben, was sie zu sehen bekommen.

Nach dem“café solo” in einem der vielen kleinen Cafés wird es Zeit, in die Gegenwart zurückzukehren.

Über die wunderschöne Küstenstraße C-712 geht es nun nach Ca'n Picafort. Auf der kurzen Strecke dorthin gibt es einige Abzweigungen, die zu karibisch anmutenden Stränden führen. Ein traumhaft schöner Hotspot ist das bei den deutschen Touristen sehr populäre Ferienörtchen zwar nicht, aber ein Bummel an der Promenade lohnt sich auf jeden Fall.

Viele Bars, Restaurants und Cafés laden zum Verweilen ein, die Preise sind ungewöhnlich moderat. Ein köstlicher Kuchen mit Sahnehaube oder ein deftiges Wiener Schnitzel mit Pommes schmecken mit Aussicht auf das tiefblaue Meer gleich doppelt so gut!

Gestärkt zieht es jetzt vor allem Badenixen an den Strand. Die Urbanisation Son Serra de Marina besteht hauptsächlich aus Ferienhäusern, Hotels gibt es nicht. Deshalb ist das Badeparadies am Südostende auch nie überfüllt. Sich hinter dem Schutz der Dünen rekeln und dann dem kühlenden Nass hingeben zu können, ist nicht nur für FKK-Freunde an dem unter Naturschutz stehenden Strandabschnitt ein wohltuendes Vergnügen.

Das Amüsement setzt sich auf der Route fort. Ganz klar: Artà, das kleine Städchen mit geschichtsträchtiger Bausubstanz, wurde nicht erst durch die Finca-Probleme eines deutschen Tennisspielers bekannt. Auf einem Berg in 120 Meter Höhe thronend, gedieh die Stadt-Ikone unter allen Herrschern Mallorcas prächtig und war deshalb immer wieder begehrter Angriffspunkt von Piraten aller Nationen. Noch heute gleichen viele Häuser einstigen Festungen und an den gewaltigen Fassaden prunken Wappen alter Adelsgeschlechter. Die Wallfahrtskirche Sant Salvador – aus dem 19. Jahrhundert – ist über 180 Treppenstufen schnell erreicht. Es dauert allerdings wesentlich länger, sich dem Gefühl wieder zu entziehen, welches die Aussicht und das Burgflair dort oben auslösen. Artà macht sich damit zu einem weiteren Schatz längst vergangener Tage.

Nur sechs Kilometer weiter – und doch 72 Kilometer von Palma de Mallorca entfernt – befindet sich ein Ort, der schon von Weitem sichtbar ist: Capdepera! Die reizenden Natursteinhäuser des Ortes sind mit bunten Blumen verziert und schimmern in der Sonne. Hoch über dem kleinen Dorf erhebt sich herrschaftlich die mittelalterliche Burg aus dem 13. Jahrhundert. Eine Anfahrt über sehr schmale enge Gassen ist möglich, es empfiehlt sich aber, im Dorf zu parken und den Treppenweg Es Pla d’en Cosset zu nehmen. Der Verteidigungswall der Burg ist darüber in nur wenigen Minuten erreicht. Aber Achtung: Der Wunsch, an der Uhr zu drehen und einen Augenblick damaliger Zeiten hautnah erleben zu können, wird fast übermächtig. Dieses Verlangen bleibt jedoch ungestillt.

Da hilft nur ein Sprung ins kühle Wasser. Von Capdepera führt der Weg geschwind nach Cala Ratjada und die etwas größeren Buchten Cala Son Moll und Calla Agulla lindern die Sehnsucht. Kleiner, aber wunderbar romantisch, ist die Cala Gat. Schnell wird das Wasser tief und einem ausgedehnten Schwimmzug mit anschließendem Sonnenbad steht nichts entgegen.

Cala Ratjada zu entdecken oder aber nur in einem netten Restaurant an der hübschen Promende zu dinieren, steht danach auf dem Plan, bevor das temperamentvolle Nachtleben ruft. Viele Bars, Kneipen und Clubs haben bis in die frühen Morgenstunden geöffnet und bieten Entertainment vom Allerfeinsten. Der ideale Abschluss eines gelungenen Urlaubstags. Doch bitte: Das Auto danach unbedingt stehen lassen. Zurück nach Alcúdia ist es nicht weit!