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Der Osten/Südosten – Festival der Kontraste

Unsere Routenpartner im der Osten und sein Hinterland:

Dr. Klaus Heyme- Deutsche Arztpraxis Ambulanta
Maxime Restaurante
Es Trenc Restaurante
Hostal Restaurante Playa
Cor d'estiu Heladeria & Cupcakes
Ca'n Martina
Es Bergant Restaurant
Minkner & Partner - Santanyí

Start: Porreres. Ziel: Petra

Tiefe Höhlen, unterirdische Seen, verträumte Insel-Dörfchen und leuchtende Aprikosenbäume harmonisieren auf dieser Tour mit dem betörenden Duft der großen weiten Welt. Kontrastreicher könnte eine Route auf Mallorca wirklich nicht sein.

Scheinbar fernab der pulsierenden Touristenmagnete schlummert das auch als Dorf der Aprikosen bekannte Nestchen Porreres im Dornröschenschlaf und bildet damit ein nonchalantes Debüt für den Ausflug nach Petra.

Vorbei an den orange-rot leuchtenden Aprikosenbäumen in Porreres führt eine leicht kurvige Landstraße nach Felanitx. Dort scheint ebenfalls der Puls der Zeit stehen geblieben zu sein. Bunter geschäftiger Wirbel herrscht hingegen immer wieder Sonntags, wenn großer Markttag in der Innenstadt angesagt ist. Die Einheimischen machen stets ein kleines Fest daraus. Deshalb verpasst auch keiner der Anwohner das abwechslungsreiche Erlebnis.

Nach mitreißender mallorquinischer Lebenslust und Fröhlichkeit ruft der Berg. Die Serpentinenstraße hinauf zum Kloster Sant Salvador ist nach nur wenigen Minuten Fahrt – Richtung Portocolom – erreicht. Allein die Auffahrt ist schon eine Sehenswürdigkeit für sich, denn viele beeindruckende Aussichtspunkte, eine bezaubernde kleine Kapelle und das Christkönigmonument aus dem Jahre 1934 säumen den Weg.

Auf dem Gipfel des Puig Sant Salvador angekommen, raubt die Aussicht erst einmal den Atem. Der Panoramablick über die Insel ist so fesselnd, dass die prunkvolle Klosterkirche inmitten der sonst eher dezent wirkenden Anlage für einen Moment zur Nebensache wird – aber eben nur für einen Moment!

Vielleicht gerät der ein oder andere Besucher auf dem 509 Meter hohen Berg in Versuchung, den Duft der großen weiten Welt schnuppern zu wollen. Perfekt! Es geht nämlich weiter nach Portocolom.

Nun stellt sich jedoch die Frage, was ein Hafenstädtchen im Südosten Mallorcas mit dem Rest der Welt zu tun haben soll. Man höre und staune, allerhand! So hat es einen Sohn des Ortes schon im 15. Jahrhundert auf die Weltmeere hinausgezogen. Das behaupten zumindest viele Spanier. Die Sprache ist von Cristóbal Colón – zu Deutsch Christoph Kolumbus – dem legendären Entdecker Amerikas.

Die Frage nach der Geburtsstätte des Weltenbummlers ist jedoch umstritten. Nichts desto trotz versprüht die Altstadt mitsamt der geschützten Hafenmeile und den wenigen, dafür aber wirklich exzellenten Restaurants, gefühlvolle Funken. In dem romantischen Naturhafen wirft noch heute so mancher Fischer die Netze aus und zieht frische Beute an Land.

Das Tropfsteinhöhlensystem der Gegend entführt in ein spektakuläres Terrain, welches auf der Erdoberfläche nicht zu erahnen ist. Gigantisch und einprägend zugleich wirken die unterirdischen Seen samt Höhlen und offerieren ein formidables Reich in ungeahnter Tiefe.

Das Auftauchen fällt danach nicht leicht. Doch eine saubere Trennung gehört ja bekanntlich zur Kunst des Lebens hinzu.

Heinrich Heine, promovierter Jurist, der vielen nur als herausragender Dichter bekannt ist, textet zu seiner Zeit: „Du hast Diamanten und Perlen, hast alles, was Menschenbegehr.“ Die erste Kunstperlenerzeugung wird allerdings erst 1897 auf Mallorca gegründet und ist damit leider nicht Inspirationsstätte für den in Düsseldorf geborenen Schriftsteller.

Die mit viel Fingerspitzengefühl und Hingabe in Manacor hergestellten Perlen schimmern in einer außergewöhnlichen Farbenpracht, bestechen durch vielfältige Formen und sind auf dem gesamten Globus bekannt. Der Heimatort von Tennis-Ass Rafael Nadal hat sich damit zur Perlenstadt der Insel etabliert und wird somit zu einem glänzenden Punkt auf dieser Spritztour.

Die Route erschließt sich in Petra, der Geburtsstadt des berühmten Franziskanermönchs Junípero Serra. Der weitgereiste Geistliche hat von 1769 an in Kalifornien missioniert und dort 21 Missionsstationen ins Leben gerufen, aus denen später Metropolen – wie zum Beispiel San Francisco – geworden sind. Das schlichte Geburtshaus Serras in der Calle Barracar 6 steht daher besonders bei den amerikanischen Touristen hoch im Kurs.

Doch das ist längst noch nicht alles. Denn die Weine des Örtchens haben nicht nur hervorragende Noten, sondern auch schon zahlreiche Auszeichnungen erhalten und machen Petra damit zu einem populären Ausflugsziel für Weinliebhaber aller Nationen.

Das Festival der Kontraste lässt sich mit einem gekühlten Glas Wein entspannt auf der Plaça ausklingen. Ein Moment der Ruhe, um die vielfältigen Eindrücke des Tages nachhaltig zu genießen. Getreu dem Motto: Schließe den Tag so schön, wie er begonnen hat!