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Die Inselmitte & der Nordwesten – Fette Beute

Unsere Routenpartner im der Inselmitte und im Nordwesten:

Celler Tianna Negre - Bodega
Coves de Campanet
Asinca Piel
Barrats 1890 Calzados & Piel
Celler C'an Amer
Lorenzo Coll - Bolsos

Munper Piel-Lederfabrik
Müller - Inca
S'Angel - Bistro & Tapas
Son Bauló
S'Oliera de Son Catiu- Olivenöl
Es Guix Restaurante
Mallorca Fashion Outlet
Lloyd Factory Outlet
Angel Bodegas
Bodegues Macià Batle
Natura Parc Zoo
Sa Torre de Santa Eugénia
Es Parc - Restaurante
Son Prim Petit Celler - Bodega

Start: Inca. Ziel: Port de Pollença

Mallorca ist eine Insel voller Magie. Reich an fruchtbarem Boden, vielfältigen Traditionen, großen Geschichten und Sensationen. Nur unweit vom tobenden Ballermann entfernt, präsentiert sie sich in voller Pracht: Die fette Beute des Eilands im Mittelmeer.

Der Streifzug durch das goldene Landesinnere beginnt in Inca. Das Zentrum der Stadt ist überall für sein kunstvolles Schuh- und Lederhandwerk bekannt. Es könnte also leicht der Eindruck entstehen, der schottische Sänger Paolo Nutini habe die Inspiration zu seinem Gute-Laune Song „New Shoes“ dort gefunden. Die Baleareninsel ohne ein neues paar Schuhe oder extravagante Boots zu verlassen, darf demnach schon wirklich als Sünde betrachtet werden. Neben den Lederwaren- und Schuhgeschäften befinden sich in der verkehrsberuhigten Fußgängerzone erstaunlicher Weise viele hippe Boutiquen mit angesagtem Sortiment. Prall gefüllte Einkaufstaschen sind somit garantiert.

Dieser Shoppingerfolg sollte unbedingt in einem der gemütlichen Cellers gefeiert werden. Die urigen Kellerlokale sind mit alten Eichenholzfässern bestückt und verströmen echt mallorquinische Atmosphäre. Besonders im Sommer ein wahrer Genuss – in den ehemaligen Weinkellern herrscht wohltuende Kühle.

Mit einer Menge Tüten im Gepäck geht es jetzt richtig in die Vollen. Pech nur für den Fahrer. Er bleibt in Binissalem etwas auf der Strecke, denn romantische Weingüter laden zur Verköstigung der ausgezeichneten Weine dieser Region ein, die spürbar auf der Zunge pulsieren.

Und das ändert sich auch im Nachbardorf Santa Maria del Camí nicht. Nahe der Plaza Nova und der Hauptstraße befinden sich einige Weinkeller, in denen Weine zur Probe angeboten werden. Die Einheimischen kommen besonders gerne her und lassen sich den köstlichen „Saft der Trauben“ gleich Kanister weise aus dem Eichenfass abfüllen. Auch für den Autofahrer der Tour keine schlechte Idee, ein paar Flaschen mitzunehmen. Nachholen, was tagsüber verpasst wurde und den guten Tropfen entspannt auf dem Hotelbalkon genießen. Bis dahin ist es jedoch noch etwas hin.

Die Route führt weiter in das zauberhafte Kleinod Alaró. Kaum vorstellbar, dass hier 100 Jahre lang Kohle zu Tage gefördert wurde. Unter schwersten Bedingungen begaben sich die Kumpel in 200 Meter Tiefe, bis das Geschäft mit dem Mineral 1977 unrentabel auf Mallorca wurde. Obwohl dort nach Aussagen von Experten noch wahre Schätze schlummern, sind alle Zechen geschlossen.

Von der Tiefe des Erdreichs ab in die Höhe. Über ein wirklich enges steiles Sträßchen wird das legendäre Es Verger erreicht. Der Waldparkplatz liegt etwas oberhalb des Landgasthofs und das Castell d'Alaró ist nach einem kurzen Treppenmarsch von 15 Minuten schnell erobert. Fulminante Panoramen erstrecken sich in alle Richtungen und streicheln das entzückte Auge. Aussichten, die allerdings auch entschädigen: eine Burg steht dort nicht mehr. Nur ein paar Ruinen weisen noch auf ihre Existenz hin. Dennoch versprühen jene alten Gemäuer einen Hauch vergangener Zeiten und stehen bei historisch interessierten Mallorca-Urlaubern hoch im Kurs.

Bevor der Ausflug in Orient endet, schlängelt sich die schmale, kurvenreiche Straße hinter Alaró verführerisch durch die reizvolle Landschaft den Berg hoch. Orangen-, Mandel- und Apfelbäume, egal, wohin das Auge blickt, während im Hintergrund die traumhafte Serra d' Alfàbia schimmert.

Das kleine Bergdorf Orient – bestehend aus 25 Häusern, einer Pfarrkirche und wenigen Lokalen – liegt etwa 455 Meter über dem Meeresspiegel. Der Duft von wildem Jasmin, Rosmarin und Lavendel übt einen mystischen Reiz auf die Geruchswahrnehmungen aus und intensiviert das Gefühl, im Garten Eden gelandet zu sein. Der Abschluss einer Route im Paradies. Schöner kann ein Ende wirklich nicht sein.